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by Carmen Mercedes

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DER FEIND IN MIR - PANIKATTACKEN, ANGSTZUSTÄNDE, ATEMNOT & INNERES ZITTERN

Mein Leiden öffentlich preiszugeben fällt mir nicht leicht. Man gibt schließlich ungerne seine Schwächen zu und erst recht wenn sie auch noch psychisch bedingt sein könnten oder wenn viele Menschen einen täglich begleiten. Nach meinen letzten Nächten, unendlich vielen Arztbesuchen und jeglichen Panikattacken, habe ich keinen anderen Weg mehr gesehen, als euch auf Instagram über mein Leiden zu berichten. In der Hoffnung, es gäbe da draußen Jemanden der mir helfen kann.

Dass es dann in der Tat so viele Menschen gibt, die ebenfalls unter Panikattacken, Atemnot und Angstzuständen leiden - das hätte ich im Leben nicht gedacht! Mich erreichten knapp über 1000 Nachrichten und ich komme auch heute nicht mehr hinterher alles zu lesen.

Momentan kann ich sagen, dass ich ziemlich glücklich bin. Ich habe ein tolles Leben, einen Beruf der mich erfüllt, einen Abschluss an der Uni, wundervolle Freunde und auch die große bedingungslose Liebe. Wieso also werden meine Zustände gerade jetzt, wo alles in Ordnung ist so extrem?

Viele von euch schrieben mir, dass es alles Kopfsache ist und rieten mir nach der Ursache zu suchen und das am besten in Begleitung eines Therapeuten oder Psychologen.
Ich dachte also an meine erste ‚Attacke‘ vor knapp vier Jahren zurück. Damals verstarb mein bester Freund an Krebs und es nahm mich körperlich wie auch seelisch mit. Und Tatsache, seither hatte ich enorme Schlafprobleme. Ich schaffte mir sogar meine erste Katze an, damit ich Nachts jemanden bei mir hatte. Es half eine Zeit lang, dann wurde es wieder schlimmer. Das ringen nach Luft und das Gefühl selbst im Liegen ohnmächtig zu werden gehörten zum Nachtprogramm.

Ich ließ mich vom Hausarzt untersuchen. Ich ließ mich vom Lungenarzt untersuchen. Ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert, man diagnostizierte ‚Hyperventilation‘ und Stress. Ich konnte nicht mehr Reisen, nicht mehr Essen und entwickelte immer mehr Ängste. Ich probierte homöopathische Beruhigungstropfen, Baldrian und machte regelmäßige Atemübungen. Bei keiner der unzählig darauf folgenden Attacken bin ich wie ihr euch denken könnt gestorben. Aber Angst zu sterben hatte ich und habe ich auch heute noch, währen diesem Prozess. Ich habe das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen, der Brustkorb schmerzt, mein Magen dreht sich und auch der Kopf glüht.

Für Außenstehende muss sich das ganze hier ziemlich verrückt anhören. Aber das einzige was es mittlerweile lindert, ist zu wissen und dann daran zu denken, dass ich daran anscheinend gar nicht sterben kann oder auch werde. Ich versuche an schöne Dinge zu denken, Hörbücher zu hören und mich einfach von den negativen Gedanken abzulenken.

Nachdem mich eure Nachrichten erreicht haben, merke ich heute, dass dieses Thema ernster zu nehmen ist als ich dachte und dass es sicher mal nur Stress sein kann - aber nicht wenn es einen jahrelang begleitet. Einige von euch sind seit Jahren in Behandlung und es ist nicht besser geworden. Andere haben sich auf die Schilddrüse untersuchen lassen und es wurde eine Über- oder Unterfunktion diagnostiziert. Die Anfälle sind der helfenden Tabletten wegen dann weggegangen. Manche von euch haben mir von Geistervertreibung erzählt die helfen soll und wiederum andere haben mir zu Medikamenten geraten. Die Pille abzusetzen wurde mir auch geraten, aber ich habe ein sehr niedrig dosiertes Verhütungsmittel und denke nicht dass es daher kommen könnte.

Das psychische spielt anscheinend eine Rolle bei mir. Trotzdem denke ich in der Lage zu sein, mich selber da raus zu holen, da es auch schon ruhigere Zeiten bei mir gab. Ich danke euch für das ganze Feedback und die Tipps, die ihr mir ans Herz gelegt habt. Da es mir zunehmend schlechter geht, ohne dass es in der letzten Zeit ein großes einschlagendes Ereignis gab, werde ich definitiv die Schilddrüse untersuchen lassen. Vielleicht ist es ja auch etwas körperliches und zusätzlich etwas psychisches von früher.

Ich würde euch gerne auf dem Laufenden halten und hoffe, dass ich auch eine Lösung für die Menschen finden kann, die akute Probleme damit haben.
Was soll ich noch sagen - unfassbar wie viele Menschen damit leben, es aber nie Jemand ausspricht. Ich bin so froh es mit euch geteilt zu haben, denn jetzt weiss ich zumindest, dass ich nicht verrückt bin (naja also bisschen ja schon :)) …

xoxo, Carmen aka. Carmushka

Kommentare
12 Kommentare!
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  • jacky
    Hallo Liebe Carmen, Ich finde deinen Eintag super. Hut ab wie du in der Öffentlichkeit dazu stehst. Ich kann mich nur zu gut in deine Lage reinversetzten. Ich leide auch seit knapp 9 jahren an Panikattecken und Angstzuständen. Ich kann dir nur Empfehlen gebe niemals auf und versuche dich nicht von seiner Angst leiten zu lassen. Es mag vlt peinlich klingen aber mir hilft es in den "Panik- Angstzuständen" Ein Wärmekissen auf den brustkorp zu legen das beruhigt den Atem. Zudem wurde mir ein Schlaf und Nerven Tee empfohle, der Hilft zwar nicht sofort aber auf dauer ist er Super. ich wünsche dir ganz viel Kraft und bleibe Stark. Lg jacky
  • Leonie
    Liebe Carmen, ich finde es unfassbar mutig von dir uns deine Probleme zu schildern! Ich persönlich habe keine Probleme mit Panikattaken etc, aber ich bin jetzt irgendwie mega deprimiert. Zu hören, dass es dir, und noch ganz vielen anderen Leuten da draußen, nicht gut geht, erschüttert mich mega. Bei mir sieht die Welt momentan eigentlich relativ gut aus, klar, hier und da gibt es mal Streit oder sowas, aber einfach zu wissen, dass es anderen Menschen nicht so gut geht, rüttelt mich wach. Ich wünsche dir, und auch den anderen, eine gute Besserung! Love you!
  • Evelyn
    Hallo Carmen, als du bei Instagram zum ersten Mal dein Problem geschildert hast, musste ich direkt daran denken, wie es mir einmal ergang. Ich lag Nächte wach mit Panikattacken, Angst keine Luft mehr zu bekommen oder mich übergeben zu müssen. Nach knapp einem Jahr war plötzlich alles weg. Was mich davon heute noch begleitet, ist die Angst vor dem Tod. Wahrscheinlich auch der Grund für diese Panikattacken. Denn wenn ich daran denke, dass man irgendwann stirbt und dann alles quasi vorbei ist, wird mir im Magen mulmig. Ich denke auch bei dir hat der Tod deines besten Freundes etwas in dir ausgelöst. Vielleicht solltest du dich mehr mit dem Thema "Tod" auseinandersetzen, auch wenn das nicht schön ist. Vielleicht hilft es dir ja damit besser klarzukommen. Ich wünsche dir von Herzen, dass es besser wird und du die Lösung für dein Problem schnell findest! ❤
  • Jenny
    Hallo Carmen, Ich finde es super, dass du dein Problem öffentlich Preis gibt's und es mit uns allen teilst. Ich muss ehrlich sagen, dass ich stark vermute , dass die Panikatttacken auch der Pille zu zu schreiben sind. Ich habe schon oft davon gehört und selber gerade den nuva Ring abgesetzt . Mir geht es viel besser und ich fühle mich befreit. Ärzte und andere reden die Pille gut und erzählen garnichts von den negativen Seiten. Klar, die Pharmaindustrie möchte so viel Geld machen wie nur geht. Es wird einem gesagt man kann nicht schwanger werden und die Pickel verschwinden auch. Was aber wirklich alles dahinter steckt wird verschwieget . Ich kenne jemanden der die Pille seit 16 Jahren nimmt. Panikattacken und ein leichter Herzentfakr waren die Folge. Egal wie viele Hormone man zu sich nimmt, es ist und bleibt unnatürlich ! Da man oft schon in jungen Alter anfängt die Pille zu nehmen, fallen einem die Nebenwirkungen garnicht auf, da man denkt sie gehören zu einem oder sind aus anderen gründen da. Ich denke natürlich auch das deine Atacken psychologisch behandelt werden sollten und auch schon ein Heilpraktiker dir super helfen könnte. Ich würde dennoch die Pille absetzen, um einfach zu schauen ob es nicht doch auch ein Grund ist. Liebe Grüße Jenny
  • Manuela
    Liebe Carmen, Respekt das du deine Gefühle und Ängste hier so Preis gibst. Es ist schon ein sehr großer vertrauensbeweis. Ich selber leide nicht darunter. Ich habe aber andere Sachen oder Krankheiten?! Ich leide seit ca 4 Jahren an polineurophatie. Das ist eine Krebserkrankung. Die Ärzte in der Uni wissen nur die Symptome aber nicht die Ursache. Bei einer polineurophatie hat man taube Beine sie sind wie eingeschlafen und kribbeln halt ständig. Im Sommer, wenn ich mal flip Flops trage, verliere ich die teilweise, weil ich kein Gefühl in den Füßen habe. Nachts schlafen ist auch nicht leicht da ich dann auch noch ein restless legs Syndrom habe. Das bedeutet so viel wie nervöse Beine. Ich habe dann immer so etwas wie vadenkrämpfe. So kann man das vergleichen. Naja, egal ich hoffe du findest die Ursache deiner Attacken und kannst bald wieder ruhig durchschlafen und mal die Nacht genießen. L.g. Manuela
  • Mara
    Liebe Carmen, Dein offenes Umgehen mit diesem Thema macht so viel Mut! Danke! Ich bin in der selben Situation und würde gerne noch wissen wie du es geschafft hast doch wieder zu reisen und so weiter? Aller liebste Grüße und ja, ja, ja mehr davon!
  • Mariella
    Hi Carmen ich hab in der schwierigsten Zeit zu schreiben angefangen und dass hat mit sehr geholfen ! Dein Beitrag erfüllt mich mit liebe und Ehrlichkeit ! Ich wünsche dir alles gute und gottessegen
  • Kathi
    Hab dir ja gestern einen kleinen teil bei Instagram geschrieben aber nicht so ausführlich. All das was du jetzt hier schreibst spiegelt genau das wieder was ich knapp 2 jahre lang hatte. Und die gleichen Symptome hatte ich auch, aber jeder arzt meinte er könnte mir nicht helfen. Nachts kribbelte mein ganzer körper ich hab die halbe nacht fernseher geschaut oder musik gehört in der hoffnung ich schlafe ein. Aber auch ich kann seid Jahren nicht mal alleine wirklich schlafen wenn es so ist brauch ich 5 stunden bis ich von alleine krampfhaft einschlafe. Auch ich frage mich woher das kommt es ist zwar kaum noch da aber in speziellen fällen oder räumen kommt es bei mir vor, ware sogar bei einer art "wahrsagerin" die sachen festgestellt hat, wenn du noch fragen hast oder ich dir helfen kann schreib mir bei Instagram, hoffe das geht irgendwie weg und du bleibst stark❤❤
  • Kerstin (insta: kersiengl)
    Einfach nur Respekt.. starke Frau!
  • Katharina
    Super der Eintrag und das schreiben oder reden hilft enorm Liebe Grüße von insta Leandro_selims_mami💕

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Mein Leiden öffentlich preiszugeben fällt mir nicht leicht. Man gibt schließlich ungerne seine Schwächen zu und erst recht wenn sie auch noch psychisch bedingt sein könnten oder wenn viele Menschen einen täglich begleiten. Nach meinen letzten Nächten, unendlich vielen Arztbesuchen und jeglichen Panikattacken, habe ich keinen anderen Weg mehr gesehen, als euch auf Instagram über mein Leiden zu berichten. In der Hoffnung, es gäbe da draußen Jemanden der mir helfen kann.

Dass es dann in der Tat so viele Menschen gibt, die ebenfalls unter Panikattacken, Atemnot und Angstzuständen leiden - das hätte ich im Leben nicht gedacht! Mich erreichten knapp über 1000 Nachrichten und ich komme auch heute nicht mehr hinterher alles zu lesen.

Momentan kann ich sagen, dass ich ziemlich glücklich bin. Ich habe ein tolles Leben, einen Beruf der mich erfüllt, einen Abschluss an der Uni, wundervolle Freunde und auch die große bedingungslose Liebe. Wieso also werden meine Zustände gerade jetzt, wo alles in Ordnung ist so extrem?

Viele von euch schrieben mir, dass es alles Kopfsache ist und rieten mir nach der Ursache zu suchen und das am besten in Begleitung eines Therapeuten oder Psychologen.
Ich dachte also an meine erste ‚Attacke‘ vor knapp vier Jahren zurück. Damals verstarb mein bester Freund an Krebs und es nahm mich körperlich wie auch seelisch mit. Und Tatsache, seither hatte ich enorme Schlafprobleme. Ich schaffte mir sogar meine erste Katze an, damit ich Nachts jemanden bei mir hatte. Es half eine Zeit lang, dann wurde es wieder schlimmer. Das ringen nach Luft und das Gefühl selbst im Liegen ohnmächtig zu werden gehörten zum Nachtprogramm.

Ich ließ mich vom Hausarzt untersuchen. Ich ließ mich vom Lungenarzt untersuchen. Ich wurde ins Krankenhaus eingeliefert, man diagnostizierte ‚Hyperventilation‘ und Stress. Ich konnte nicht mehr Reisen, nicht mehr Essen und entwickelte immer mehr Ängste. Ich probierte homöopathische Beruhigungstropfen, Baldrian und machte regelmäßige Atemübungen. Bei keiner der unzählig darauf folgenden Attacken bin ich wie ihr euch denken könnt gestorben. Aber Angst zu sterben hatte ich und habe ich auch heute noch, währen diesem Prozess. Ich habe das Gefühl nicht genug Luft zu bekommen, der Brustkorb schmerzt, mein Magen dreht sich und auch der Kopf glüht.

Für Außenstehende muss sich das ganze hier ziemlich verrückt anhören. Aber das einzige was es mittlerweile lindert, ist zu wissen und dann daran zu denken, dass ich daran anscheinend gar nicht sterben kann oder auch werde. Ich versuche an schöne Dinge zu denken, Hörbücher zu hören und mich einfach von den negativen Gedanken abzulenken.

Nachdem mich eure Nachrichten erreicht haben, merke ich heute, dass dieses Thema ernster zu nehmen ist als ich dachte und dass es sicher mal nur Stress sein kann - aber nicht wenn es einen jahrelang begleitet. Einige von euch sind seit Jahren in Behandlung und es ist nicht besser geworden. Andere haben sich auf die Schilddrüse untersuchen lassen und es wurde eine Über- oder Unterfunktion diagnostiziert. Die Anfälle sind der helfenden Tabletten wegen dann weggegangen. Manche von euch haben mir von Geistervertreibung erzählt die helfen soll und wiederum andere haben mir zu Medikamenten geraten. Die Pille abzusetzen wurde mir auch geraten, aber ich habe ein sehr niedrig dosiertes Verhütungsmittel und denke nicht dass es daher kommen könnte.

Das psychische spielt anscheinend eine Rolle bei mir. Trotzdem denke ich in der Lage zu sein, mich selber da raus zu holen, da es auch schon ruhigere Zeiten bei mir gab. Ich danke euch für das ganze Feedback und die Tipps, die ihr mir ans Herz gelegt habt. Da es mir zunehmend schlechter geht, ohne dass es in der letzten Zeit ein großes einschlagendes Ereignis gab, werde ich definitiv die Schilddrüse untersuchen lassen. Vielleicht ist es ja auch etwas körperliches und zusätzlich etwas psychisches von früher.

Ich würde euch gerne auf dem Laufenden halten und hoffe, dass ich auch eine Lösung für die Menschen finden kann, die akute Probleme damit haben.
Was soll ich noch sagen - unfassbar wie viele Menschen damit leben, es aber nie Jemand ausspricht. Ich bin so froh es mit euch geteilt zu haben, denn jetzt weiss ich zumindest, dass ich nicht verrückt bin (naja also bisschen ja schon :)) …

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Nachdem mich eure Nachrichten erreicht haben, merke ich heute, dass dieses Thema ernster zu nehmen ist als ich dachte und dass es sicher mal nur Stress sein kann - aber nicht wenn es einen jahrelang begleitet. Einige von euch sind seit Jahren in Behandlung und es ist nicht besser geworden. Andere haben sich auf die Schilddrüse untersuchen lassen und es wurde eine Über- oder Unterfunktion diagnostiziert. Die Anfälle sind der helfenden Tabletten wegen dann weggegangen. Manche von euch haben mir von Geistervertreibung erzählt die helfen soll und wiederum andere haben mir zu Medikamenten geraten. Die Pille abzusetzen wurde mir auch geraten, aber ich habe ein sehr niedrig dosiertes Verhütungsmittel und denke nicht dass es daher kommen könnte.

Das psychische spielt anscheinend eine Rolle bei mir. Trotzdem denke ich in der Lage zu sein, mich selber da raus zu holen, da es auch schon ruhigere Zeiten bei mir gab. Ich danke euch für das ganze Feedback und die Tipps, die ihr mir ans Herz gelegt habt. Da es mir zunehmend schlechter geht, ohne dass es in der letzten Zeit ein großes einschlagendes Ereignis gab, werde ich definitiv die Schilddrüse untersuchen lassen. Vielleicht ist es ja auch etwas körperliches und zusätzlich etwas psychisches von früher.

Ich würde euch gerne auf dem Laufenden halten und hoffe, dass ich auch eine Lösung für die Menschen finden kann, die akute Probleme damit haben.
Was soll ich noch sagen - unfassbar wie viele Menschen damit leben, es aber nie Jemand ausspricht. Ich bin so froh es mit euch geteilt zu haben, denn jetzt weiss ich zumindest, dass ich nicht verrückt bin (naja also bisschen ja schon :)) …

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